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Saulorn

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Im Jahre 1353, kurz nach dem Bau der Burg Wildenstein, wurde das Dorf „Saularn“ (Saulorn) als erste Siedlung in einer Passauer Verkaufsurkunde genannt. Ulrich, der Schenkch von Seborn und sein Frau Kathrei verkauften mit Zustimmung des Herren Christian von Jochenstein (der Schwiegervater des Ulrich) um 200 Pfd. Passauer Pfd. dem Bischof Gottfried zu Passau 14 Güter, die in der Abtei gelegen sind. Unter anderem ein Gut zu Saularn (Saulorn). Nach Aussage dieser Urkunde erfolgte die Besiedelung von Saulorn schon wesentlich früher. Der Teilungsbrief für die Buchberger Güter von 1401 nennt die Buchbergermühle und abermals das Dorf Saulorn mit seinen Gründen.


Der Saldenburger Stiftsbursch aus dem Jahr 1472: Die Herrschaft Saldenburg besitzt in Saulorn ein Lehen und nimmt folgende Abgaben: „Item Tomel dass 5 ß ain hen od 5& ain& kingsteur 10& zestift – facit 5ß 16&“ (ß = Schilling, & = Pfennig). 1535 verkauft Peter Tragenreiter zu Hermannsperg an Herzog Ernst mehrere Güter, u.a. auch in Saulorn.


Als die Buchberger 1558 im Mannesstamm ausstarben, fielen die Burgen Wildenstein und Neuenbuchberg samt ihren Zugehörungen durch Erbschaft an die Schwarzenberger, von denen sie endlich 1592 Bischof Urban von Trenbach für das Hochstift Passau zurückkaufen konnte. Bei der Neuorganisation des Gebietes kommt Saulorn zur Herrschaft Wolfstein. Nach dem Steuerbuch der zur Herrschaft Wolfstein gehörigen Untertanen gab es 1609 in Saulorn bereits 6 steuerbezahlende Anwesen.