- 03.08.2026 Öffentliche Auslegung Sondergebiet Einzelhandel Hohenau
- 15.07.2026 Einladung zur öffentlichen Infofahrt des Amts für Ländliche Entwicklung Niederbayern
- 09.07.2026 SprachTandem-Projekt im Landkreis FRG
- 24.06.2026 Kommunale Wärmeplanung
- 15.06.2026 Zukunft der Wärmeversorgung im Fokus: Wärmeplanung startet in der ILE Wolfsteiner Waldheimat
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- 15.06.2026 Zukunft der Wärmeversorgung im Fokus: Wärmeplanung startet in der ILE Wolfsteiner Waldheimat
Zukunft der Wärmeversorgung im Fokus: Wärmeplanung startet in der ILE Wolfsteiner Waldheimat
Die sechs Mitgliedsgemeinden der ILE Wolfsteiner Waldheimat – Grainet, Haidmühle, Hinterschmiding, Hohenau, Mauth und Philippsreut – haben den Startschuss für die gemeinsame kommunale Wärmeplanung gegeben. Ziel des Projekts ist es, die Wärmeversorgung der Region langfristig zukunftsfähig, wirtschaftlich und klimafreundlich auszurichten.
Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument der Energiewende und dient den Gemeinden als strategische Grundlage, um die zukünftige Wärmeversorgung vor Ort zu analysieren und weiterzuentwickeln. Unterstützt werden die Kommunen dabei vom Planungsbüro Nigl + Mader GmbH aus Röhrnbach, das nach einem Vergabeverfahren mit der Durchführung der Konzeptionierung beauftragt wurde.
Im Rahmen des Projekts wird zunächst untersucht, wie die Wärmeversorgung in den beteiligten Gemeinden derzeit aufgebaut ist. Dazu werden Daten zum Wärmebedarf, zu bestehenden Heizsystemen und zu den eingesetzten Energieträgern erhoben und ausgewertet. Darauf aufbauend werden Potenziale für erneuerbare Energien, Energieeinsparungen, sowie innovative Versorgungslösungen analysiert. Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Wärmeversorgung bis zur angestrebten Klimaneutralität schrittweise umgestellt werden kann.
Ein wesentlicher Bestandteil der Wärmeplanung ist die Betrachtung unterschiedlicher Versorgungsformen. Dabei wird untersucht, in welchen Bereichen gemeinschaftliche Lösungen von Wärmenetzen sinnvoll sein können und wo dezentrale Heizsysteme die wirtschaftlichere und nachhaltigere Alternative darstellen. Die kommunale Wärmeplanung selbst beinhaltet jedoch keine konkrete Umsetzung von Maßnahmen, sondern liefert eine fachliche Entscheidungsgrundlage für zukünftige Entwicklungen.
Besonderen Wert legen die beteiligten Gemeinden auf die Einbindung relevanter Akteure aus der Region. Neben Energieversorgern, Unternehmen und weiteren Fachstellen sollen auch Bürgerinnen und Bürger frühzeitig informiert und beteiligt werden. Die Erfahrungen und Hinweise aus der Bevölkerung können wichtige Beiträge für die Analyse und die spätere Entwicklung geeigneter Maßnahmen leisten.
Für private Haushalte ergeben sich durch die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung zunächst keine unmittelbaren Veränderungen. Bestehende Heizungsanlagen können weiterhin betrieben werden und auch die Fertigstellung des Wärmeplans führt nicht automatisch zu Verpflichtungen für Eigentümerinnen und Eigentümer. Vielmehr soll die Planung Orientierung bieten und aufzeigen, welche Möglichkeiten der Wärmeversorgung künftig vor Ort zur Verfügung stehen könnten.
Mit dem gemeinsamen Projekt schaffen die Gemeinden der ILE Wolfsteiner Waldheimat eine wichtige Grundlage, um die Herausforderungen der Energiewende aktiv anzugehen. Gleichzeitig soll sichergestellt werden, dass die Wärmeversorgung auch in Zukunft zuverlässig, bezahlbar und möglichst unabhängig von fossilen Energieträgern gestaltet werden kann.
Die kommunale Wärmeplanung steht zudem im engen Zusammenhang mit den aktuellen gesetzlichen Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Dieses regelt unter anderem die Anforderungen an neu eingebaute Heizungsanlagen und den Einsatz erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Nach der derzeit geltenden Rechtslage müssen neue Heizungen langfristig zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Für bestehende Heizungsanlagen besteht jedoch weiterhin keine generelle Austauschpflicht.
Auf Bundesebene wird derzeit über eine Weiterentwicklung des bestehenden Rechtsrahmens diskutiert. Die neue Bundesregierung hat angekündigt, das Gebäudeenergiegesetz grundlegend zu überarbeiten und in ein technologieoffeneres Gebäude Modernisierungsgesetz (GModG) zu überführen. Ziel ist es, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit stärker miteinander zu verbinden, sowie Eigentümerinnen und Eigentümern mehr Flexibilität bei der Wahl geeigneter Lösungen einzuräumen. Die kommunale Wärmeplanung schafft hierfür eine wichtige Grundlage, da sie frühzeitig Orientierung über die zukünftigen Möglichkeiten der Wärmeversorgung vor Ort bietet.
Bild zur Meldung: Bildunterschrift: Beim Startgespräch zur kommunalen Wärmeplanung, Rathaus in Grainet: v.li.n.re.: BGM Heiner Kilger (Mauth), Sarah Wagner (ILE-Umsetzungsbegleitung), Eva Greindl (Nigl+Mader), BGM Jürgen Schano (Grainet), BGM Roland Schraml (Haidmühle), Matthias Obermeier (Nigl+Mader), BGM Gunther Kerschbaum (Hinterschmiding) und BGM Helmut Knaus (Philippsreut) Auf dem Foto fehlt: Herr Josef Gais (BGM Hohenau) und Herr Marco Denk (Geschäftsleiter VG Hinterschmiding)


















